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Unfaire Bereicherung via Jugendliche
Reklamation
Mein Sohn ist vierzehn Jahre alt und geht seit einigen Jahren in die Schule für Hörgeschädigte im Landenhof im Kanton Aargau. Weil der den Schulweg im Zug alleine zurücklegt, ist er auf ein Handy angewiesen. Das Mobileabo hat er bei Salt gelöst. Leider kommt nun bereits zum zweiten Mal eine Rechnung über mehrere hundert Franken für mobile Daten, die er bezogen hat. Beim ersten Mal haben wir die Schuld in seine Schuhe geschoben und ihm beigebracht, unter keinen Umständen Dialogfenster zu bestätigen, die den Verbrauch von weiteren Daten freigeben. Die Warnung ist ihm eingefahren, weil er dafür einige Aufgaben im Haushalt aufgebrummt erhielt. Die Mutter des Jungen fragte beim Salt-Kundendienst an, ob es eine Lösung gäbe. «Die Rechnung bezahlen» – lautete damals die unfreundliche Antwort. Der Junge wurde also nochmals angewiesen, unter keinen Umständen etwas zu bestätigen, was so hohe Kosten auslösen könnte.
Einige Wochen später flattert nun die zweite Rechnung für überzogene Datenvolumina ins Haus, diesmal über 600 Franken. Der Junge ist aufgelöst, er ist sich sicher, keine Berechtigung für den Bezug weiterer Daten erteilt zu haben – zu präsent ist ihm die Warnung von der letzten Übertretung. Er sagt, dass oben auf dem Bildschirm ein Dialogfenster geöffnet worden sei, in dem die Nachricht stand «Sie können jetzt weiter surfen». Er hat nichts bestätigt oder gelöscht – scheinbar wurden aber im Hintergrund Daten bezogen und finanzielle Belastungen ausgelöst, die für einen Jugendlichen horrend sind.
Es ist unverständlich, dass Salt den Bezug so grosser Daten für einen jugendlichen Abonnenten überhaupt zulässt. Und leicht vorstellbar, dass die Firma so einfache Gewinne einfährt. Auf Kosten der Unbedarftheit der Jugend und der Eltern, welche die Abonnementkosten tragen müssen. Auch wenn der 14-Jährige vielleicht einen kleinen Fehler gemacht hätte, wäre es für eine Firma mit einem Ruf völlig inakzeptabel, diese Lücke auszunutzen und sich so zu bereichern. Und von einer Hotline eine absolute Frechheit, die Eltern mit lapidaren Antworten abzuspeisen, statt etwas für den Kundendienst zu tun.
Mit dieser Reklamation möchte ich nicht nur meinen Sohn vor weiteren negativen Erfahrungen in der – eh schon anspruchsvollen – Welt der Kommunikation bewahren, sondern möglichst auch weitere Eltern davor schützen, ihr Geld in ein Unternehmen zu stecken, das sich auf Kosten der zukünftigen Generation bereichert statt sie als Grosskunden von morgen respektvoll und freundlich in der virtuellen Realität zu begrüssen.
Ihre Erwartungen
- Rückerstattung CHF 600.-
Antwort
Ohne Antwort
Das Unternehmen hat auf die Reklamation noch nicht geantwortet.
